U19 des Caputher SV begeistert beim Turnier in Spanien

Als wir – die U19 des Caputher SV – Ende März unsere Reise an die spanische Küste antraten, war schnell klar: Diese Tage würden mehr werden als nur ein weiteres Turnier. Lloret de Mar und Blanes, Schauplätze eines der größten internationalen Jugendfußballturniere Europas, boten uns die Bühne für einen intensiven Abschluss unserer gemeinsamen Entwicklungszeit – sportlich wie menschlich.

Schon die ersten Spiele hatten es in sich. Gegen den SC Hardt aus Mönchengladbach waren wir spielbestimmend und mussten uns am Ende dennoch mit einem 0:0 zufriedengeben. Im Spiel gegen DJK Südwest Köln – später Drittplatzierter des gesamten Turniers – gerieten wir durch einen frühen Elfmeter in Rückstand. Wir glichen ebenfalls per Strafstoß aus und spielten fortan nahezu ausschließlich auf das Kölner Tor. Doch fünf Minuten vor dem Ende nutzte der Gegner einen Konter und erzielte mit seinem zweiten Torschuss den Siegtreffer zum 1:2. Die eigentliche Herausforderung kam jedoch von oben: Sturmböen mit bis zu 90 km/h machten unser gewohntes Passspiel nahezu unmöglich. Was sonst unsere Stärke ist, wurde plötzlich zur Herausforderung – Bälle versprangen, Pässe wurden zum Risiko, Kontrolle zur Ausnahme.

Was dann folgte, war eine charakterliche Antwort: In der Bronzegruppe zeigten wir, was in uns steckt. Mit wachsender Stabilität und Entschlossenheit kämpften wir uns durch das Halbfinale – ein überzeugendes 3:1 gegen eine Spielgemeinschaft aus Dannenberg – und ließen auch im Finale nichts anbrennen. Mit einem weiteren 3:1 gegen die JFV Söhre stand am Ende der Gruppensieg und ein sichtbarer Entwicklungsschritt.

Dabei war es nicht die Leistung Einzelner, sondern unser Zusammenspiel: Unser Kapitän Frits ging mit vier Treffern (alle vom Strafpunkt) voran, Florian steuerte zwei Tore bei und auch Arthur trug sich in die Torschützenliste ein. Gleichzeitig sorgten wir mit Felix, Julian, David, Maurice und Robert immer wieder für offensive Durchschlagskraft. Im Mittelfeld zogen wir mit Dominic, Florian, Arthur, Jonathan, Peter und Oskar zunehmend die Fäden – mit Spielkontrolle, Übersicht und wachsender Präsenz zeigten wir, warum wir auch in der Landesklasse zu den Top-Drei-Teams gehören. Durch Frits, Karl, Jasper und Kasimir sowie unseren Torhütern Henning und Oskar standen wir defensiv stabil, kompakt und waren nur schwer zu überwinden. Bennit und der verletzte Lukas unterstützten das Team vom Spielfeldrand und machten das Team komplett.

Diese Reise war jedoch mehr als nur Fußball. Zwischen den Spielen wurde gelernt – viele der Spieler stehen mitten in der Abiturvorbereitung. Abends lockte Lloret de Mar mit seinem lebendigen Nachtleben, während wir tagsüber Zeit für gemeinsame Erlebnisse hatten: Wanderungen entlang der beeindruckenden Steilküste der Costa Brava, spanische Küche und jede Menge Spaß.

Ein besonderer Moment war auch die Eröffnungsfeier des Turniers, organisiert vom Eurosportring. Teams aus unterschiedlichsten Nationen, Sprachen und Kulturen kamen zusammen – ein lebendiges Bild dessen, was Jugendfußball leisten kann.

Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Tag in Barcelona. Die imposante Sagrada Família, die engen Gassen des gotischen Viertels und der Besuch am legendären Camp Nou unterstrichen für uns noch einmal die Besonderheit dieser Reise.

Dass wir all das erleben durften, ist vielen zu verdanken: Zwei engagierte Väter mit Johannes und Enrico, die mit dem Vereinsbus die lange Strecke samt Ausrüstung und Gepäck auf sich genommen haben, unseren Sponsoren: REMA Fahrzeug- und Landtechnik GmbH, Thomas Hartmann, Thomas Hirschberger und der PVS Projektgesellschaft aus Werder und unseren Eltern, die den Jungs dieses Erlebnis ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt unserem Co-Trainer Daniel und seiner Frau Daniela, die Großartiges in der Organisation leisteten.

Am Ende sind wir als Team wieder ein bisschen enger zusammengerückt, haben Verantwortung füreinander übernommen und sind gemeinsam gewachsen. Dass wir von gegnerischen Trainern gelobt und vom Hotelpersonal als besonders diszipliniert hervorgehoben wurden, bestätigt unser Bild: es ist eine tolle Mannschaft.

Der Geist dieser Tage in Spanien wird uns begleiten – und wir werden ihn ganz sicher auch in die kommenden Spiele der Saison mitnehmen.